Mein Leben unter Ludwig II. – Memoiren eines Leibreitpferdes / Gespräch mit Miguel Robitzky

In der Graphic Novel „Mein Leben unter Ludwig II.“ erzählt Miguel Robitzky das Leben des ‚Märchenkönigs‘ aus der Sicht (oder an der Seite) seines Leibreitpferdes Cosa Rara. In bildgewaltigen Panels wird das ganze queere, verrückte und geniale in der historischen Figur Ludwigs deutlich. Miguel und ich waren uns einig – der ‚Kini‘ hat definitiv im falschen Jahrhundert gelebt.

Die Pflege(versicherung). Unterfinanziert, Stiefkind, Angstthema? Gespräch mit Prof. Heinz Rothgang

Kaum ein Thema treibt den Menschen so die Angstperlen auf die Stirn wie die Pflege. Oder vielmehr die Pflegeversicherung. Zwischen 20-40 oft noch kein Thema, rückt sie einem immer mehr auf die Pelle. Erst die eigenen Angehörigen, dann man selbst. Vielfach geht dies mit Ängsten einher: Unterfinanziert, traurige Heime, lange Flure, Pflege im Minutentakt. Im Gespräch mit Heinz Rothgang schauen wir uns dieses Stiefkind der Sozialversicherung einmal genauer an. Gerade erst hat der Bundestag eine neue Reform verabschiedet. Bringt sie die Lösung?

Corona, Querdenken und Antisemitismus – Gespräch mit dem JFDA

Knapp ein Jahr Querdenken Demonstrationen liegen hinter uns. Und auch wenn es gerade ruhiger geworden ist, steht die Querfront wahrscheinlich schnell wieder auf. Spätestens, wenn die Delta-Variante unser Leben beeinflussen wird…. Mit den Querdenken Demos feierte auch der Antisemitismus fröhliche Urständ. Vielfach in Chriffren, teilweise auch offen. Mit Ruben Bögeholz vom ‚Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus‘ betrachten wir die Corona-Demonstrationen und beleuchten ihren oftmals antisemitischen Kern.

Antisemitismus – eine deutsche Geschichte

Gespräch mit Peter Longerich

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist – die Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen schon lange in der Mitte der Gesellschaft existieren. Peter Longerich, renommierter Historiker und Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, zeigt, dass wir den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht begreifen können, wenn wir ihn vor allem als Sündenbock-Phänomen verstehen, wie es hierzulande in Schule und Hochschule gelehrt wird. Denn der Blick in die Geschichte offenbart, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbildes und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist. Ein brisantes Buch, das mitten in die aktuelle Debatte stößt. Im Gespräch mit Peter Longerich tauchen wir ein in das Buch.