Die Pflege(versicherung). Unterfinanziert, Stiefkind, Angstthema? Gespräch mit Prof. Heinz Rothgang

Kaum ein Thema treibt den Menschen so die Angstperlen auf die Stirn wie die Pflege. Oder vielmehr die Pflegeversicherung. Zwischen 20-40 oft noch kein Thema, rückt sie einem immer mehr auf die Pelle. Erst die eigenen Angehörigen, dann man selbst. Vielfach geht dies mit Ängsten einher: Unterfinanziert, traurige Heime, lange Flure, Pflege im Minutentakt. Im Gespräch mit Heinz Rothgang schauen wir uns dieses Stiefkind der Sozialversicherung einmal genauer an. Gerade erst hat der Bundestag eine neue Reform verabschiedet. Bringt sie die Lösung?

Corona, Querdenken und Antisemitismus – Gespräch mit dem JFDA

Knapp ein Jahr Querdenken Demonstrationen liegen hinter uns. Und auch wenn es gerade ruhiger geworden ist, steht die Querfront wahrscheinlich schnell wieder auf. Spätestens, wenn die Delta-Variante unser Leben beeinflussen wird…. Mit den Querdenken Demos feierte auch der Antisemitismus fröhliche Urständ. Vielfach in Chriffren, teilweise auch offen. Mit Ruben Bögeholz vom ‚Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus‘ betrachten wir die Corona-Demonstrationen und beleuchten ihren oftmals antisemitischen Kern.

Antisemitismus – eine deutsche Geschichte

Gespräch mit Peter Longerich

Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist – die Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen schon lange in der Mitte der Gesellschaft existieren. Peter Longerich, renommierter Historiker und Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestags, zeigt, dass wir den gegenwärtigen Antisemitismus in Deutschland nicht begreifen können, wenn wir ihn vor allem als Sündenbock-Phänomen verstehen, wie es hierzulande in Schule und Hochschule gelehrt wird. Denn der Blick in die Geschichte offenbart, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbildes und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist. Ein brisantes Buch, das mitten in die aktuelle Debatte stößt. Im Gespräch mit Peter Longerich tauchen wir ein in das Buch. 

Staatsfeinde in Uniform – Wie militante Rechte unsere Institutionen unterwandern / Gespräch mit Dirk Laabs

Unsere Sicherheitsbehörden sind von Rechtsradikalen unterwandert: Fürs Töten ausgebildete KSK-Soldaten und Elitepolizisten vernetzen sich und legen Waffenarsenale an, ihre Komplizen erstellen „Feindeslisten“ für den „Tag X“. 
Im Gespräch mit Dirk Laabs werfen wir einen Blick auf die „Staatsfeinde in Uniform“.

Temple of Refuge

Bildgewaltig. So lässt sich der Comic „Temple of Refuge“ zusammenfassen. Auf über 80 Seiten kommt der Band ohne Worte aus. Er soll nach dem Willen des Initiators Sartep Namiq für alle Menschen verständlich sein. Namiq flüchtete 2016 als Kurde aus dem Irak und lebte dann zusammen mit 900 weiteren Geflüchteten für über ein Jahr in der Notunterkunft in Berlin Tempelhof. Während viele in diesem Jahr der Mut verließ, wandte sich Sartep Namiq an die „Neuen Auftraggeber“, die Menschen bei ungewöhnlichen Ideen unterstützt. Seine Idee: Künstler sollten zusammen mit ihm einen Comicband erstellen, der seine Erfahrungen von Flucht, Notunterkunft,
Ankommen und Zukunft verarbeiten sollte. Nach vielen Treffen nahm der Plan Gestalt an.
Im Gespräch mit Alexander Koch und Felix Mertikat nähern wir uns dem Comic.

Deutsche Krieger – Gespräch mit Sönke Neitzel

Mit seinem Buch „Deutsche Krieger – Vom Kaiserreich zur Berliner Republik – eine Militärgeschichte“ legt Sönke Neitzel eine umfassende Studie zu knapp 150jähriger deutscher Armee- und Kriegsgeschichte vor.
Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben. Zu diesem überraschenden Schluss kommt Sönke Neitzel, der die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht hat.